Der große Motoröl-Test

Motoröle im Test
Der Markt für Motoröle ist riesig. Wir haben die besten Motoröle bekannter Hersteller getestet.

Zylinder, Kolben, Ventile und Co. – all diese Bauteile und noch viel mehr sind in einem Motor verbaut. Und damit diese gut miteinander zusammenarbeiten können, ist Motoröl nötig. So hat das Motoröl die Aufgabe, die Reibung der mechanischen Bauteile im Motor zu minimieren. Wird kein Motoröl verwendet, reiben während des Motorbetriebs die einzelnen Komponenten aneinander. Die Folge: Die wichtigen Bestandteile in einem Motor gehen kaputt. Um das zu verhindern, muss das Motoröl quasi allzeit bereit sein – auch unter den widrigsten Bedingungen.

Im Winter bei Kälte sollte das Motoröl möglichst flüssig sein. Nur so kann es schnell an die Motorteile vordringen, die geölt werden müssen. Doch Motoröl ist auch großer Hitze ausgesetzt. Hier besteht die Herausforderung darin, den Ölfilm aufrecht zu erhalten. Er darf nicht abreißen, auch wenn es noch zu heiß ist. Neben dem Schutz der einzelnen Baukomponenten hat das Motoröl die Aufgabe, für die Motorkühlung zu sorgen. Sicherlich übernimmt auch das Kühlmittel einen Teil dieser Aufgabe, doch den Kolben erreicht beispielsweise nur das Motoröl.

Die Auswahl an Motorölen ist vergleichsweise groß. Umso schwerer fällt die Wahl, welches das richtige Motoröl für den eigenen PKW ist. Besonders die möglichen Additive, die zusätzliche Schutzaufgaben übernehmen können, sind ein Entscheidungskriterium. Aber auch in puncto Viskosität variieren die Motoröle.

Von links nach rechts finden sie nachfolgend aufgelistet unsere Motoröl-Testsieger.

Testsieger Motoröl Test 2016

Addinol Giga Light MW 5W-30, 5 Liter

Fazit: Top-Motoröl für die höchsten Ansprüche – eignet sich bestens für Erdgas- und Flüssiggas-Fahrzeuge sowie moderne Benzinmotoren.

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Liqui Moly 5W-40

Fazit: Ein deutlich geringer Verbrauch ist wohl der größte Vorteil des Liqui Moly 1307 Synthöl High Tech Motoröl 5 W-40 - und das nicht nur bei Langstreckenfahrzeugen!

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Liqui Moly 1137 Longtime High Tech 5W-30

Fazit: Ein hochwertiges Motoröl, das für viele Fahrzeuge geeignet ist und den Motor schützt. Optimal für Verbraucher, die etwas Wert auf gute Qualität legen.

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Das Testverfahren der Motoröle

Nach ein paar kurzen Informationen zum Hersteller der Motoröle gibt es Details darüber, um welche Art von Motoröl es sich handelt. Grundsätzlich gibt es die Unterscheidung in Mineralöl, teilsynthetisches und vollsynthetisches Motoröl. Darüber hinaus werden wichtige Produktdaten wie die Viskosität und die Abgabemengen ergänzt.

Unser Test von Motorölen berücksichtigt alle wichtigen Kriterien zur Beurteilung von Motorölen und deren Eigenschaften.

  • Kraftstoffverbrauch,
  • Verhalten bei Hitze und Kälte
  • und eine klare Empfehlung für eine spezielle Fahrergruppe werden an dieser Stelle erläutert.

Es erfolgt eine prozentuale Bewertung von

  • Ölzusätzen,
  • Preis,
  • Freigaben
  • und Leistungen

sowie ein Fazit zum Motoröl Test. Die besten Motoröle haben es in unsere Motoröl-Testsieger Liste geschafft.

Testfeld Motoröle 2016

Im Test waren 25 verschiedene Motoröle von 8 Herstellern. Darunter waren Produkte von Pennasol, Addiol, ZentimeX, Liqui Moly, Castrol, MOTUL, eni i-Sigma und Texar.

Folgende Öle wurden getestet:

Was ist im Motoröl-Cocktail?

Ganz ähnlich wie bei den schmackhaften Drinks kommt es auch beim Motoröl auf die richtige Mischung an. Insgesamt 7 Eigenschaften muss ein Motoröl als Grundcharakteristik haben. Darunter fällt der

  • Schutz vor Eindickung
  • Schutz vor Ölverdickung sowie
  • vor Verschleiß.
  • Der Kraftstoffverbrauch muss gering sein.
  • Es dürfen weder Ablagerungen
  • noch Ölschlamm entstehen.

Zudem muss das Öl für den jeweiligen Fahrzeugtyp passen und im Bedarfsfall sogar für Fahrzeuge mit Abgasnachbehandlung geeignet sein. Die genauen Spezifikationen sind in ACEA- und API-Werten festgeschrieben. Die API-Klassen folgen amerikanischen Qualitätsnormen; die ACEA-Klassen hingegen sind europäischer Natur. Nun mischen die Markenhersteller die zähen Flüssigkeiten solange, bis sie die von den Autoherstellern vorgeschrieben Normwerte erreichen. In der Praxis sind daneben noch herstellerspezifische Vorgaben üblich. So gibt es eine VW-Norm genauso wie eine speziell ausgeschriebene Eignung für Mercedes-Benz, BMW und andere Autohersteller.

Welches Motoröl passt in welches Auto?

Wie bereits angedeutet, indiziert jedes Fahrzeug bereits, welches Motoröl am sinnvollsten zu verwenden ist. Um herauszufinden, welches Öl sich für welchen Hersteller eignet, sind Angaben zu Fahrzeugmarke und -model wichtig. In Deutschland liefern die Hersteller-Schlüsselnummer und die Typ-Schlüsselnummer die nötigen Informationen. Diese stehen im Fahrzeugschein auf Position 2 und 3. Wichtig ist, die Empfehlung der Motorölhersteller mit denen der Hersteller abzugleichen, um für das Fahrzeug eine gute Wahl zu treffen – und auch um sich gegen einen etwaigen Garantieverlust abzusichern.

Übrigens: Ein zu 100 % passendes Motoröl bedeutet nicht, dass das Ölwechselintervall willkürlich und unbegrenzt verlängerbar ist. Praktisch vergleichbar ist das wohl am ehesten mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum: Bitte verbrauchen Sie die Lebensmittel bis zum ausgewiesenen Datum, heißt es dort. Ähnlich ist es auch beim Motoröl. Dort heißt es: Bitte wechseln Sie das Öl nach XX Kilometern Fahrleistung. Natürlich wird das Motoröl nicht schlecht wie beispielsweise Käse, allerdings kann die volle Funktionsweise nicht mehr gewährleistet werden. Ein daraus resultierender Motorschaden wäre vergleichsweise schwieriger zu bewerkstelligen, als ein rascher Ölwechsel.

Die Viskosität ist das Haupt-Unterscheidungsmerkmal

Unter Viskosität versteht man das Maß für die Reibung des Motoröls. International gängig ist die Bezeichnung im Rahmen der SAE-Klasse. Temperaturen, Grenzen und Zuordnungen sind darin inbegriffen. Die Viskosität von den heute gängigen Mehrbereichsölen steht in einer zweiteiligen Zahlenkombination geschrieben.

  • Die Zahl vor dem Buchstaben „W“ zeigt die Öl-Eigenschaften bei Kälte an.
  • Die Ziffer dahinter gibt Auskunft über das Verhalten des Öles bei einer Temperatur von 100 °C.

Welches Motoröl soll es sein - Mineralöl oder synthetisches Motoröl?

  • Mineralöl besteht aus Kohlen-Wasserstoff-Verbindungen. Hierbei handelt es sich um Einbereichsöle. Meist müssen allerdings Zusatzstoffe ergänzt werden, um eine gute Viskosität zu erreichen.
  • Als Mehrbereichsöle gelten indes hauptsächlich aus Erdöl hergestellte Synthetiköle.
  • Die vollsynthetischen Motoröle bestehen fast ausschließlich aus Molekülketten, die in dieser Form im Rohöl gar nicht zu finden sind. Synthetiköle sind dafür bekannt, auch bei kälteren Temperaturen den Motoren gut starten zu lassen – und dafür dass der Schmierfilm auch bei Wärme nicht abreißt. Zudem zeigt sich ein geringerer Verschleiß des Motors.

Alle Motoröl Arten in der Übersicht:

Additiv ist nicht gleich Additiv

Additive, die frei verfügbar sind, sind nicht mit denen der im Motoröl bereits integrierten Additive der Motoröl-Hersteller zu vergleichen. Diese sind nämlich bereits passgenau auf das Öl abgestimmt. Dabei ist sowohl die Dosierung, als auch die Wechselwirkung mit dem Motoröl ungewiss. Daher gilt für Verbraucher: Die sicherste Variante ist es, auf ein Motoröl zu setzen, dass bereits mit Additiven versehen ist. Das hilft, ungewollte negative Begleiterscheinungen zu minimieren.

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