PKW Marken und Motorenöl

Wer heute ein Fahrzeug kauft, der wird sich früher oder später die Frage stellen, welches Motoröl er verwenden darf. All diejenigen, die ihr Fahrzeug regelmäßig bei ihrem Händler zum Ölwechsel bringen, brauchen sich über die richtige Ölsorte keine Gedanken zu machen. Wer jedoch selber einen Ölwechsel durchführen möchte, der darf aufgrund der Komplexität der heutigen Motoren nur das jeweils vom Hersteller zugelassene Motorenöl verwenden.

Zahlreiche Fahrzeughersteller empfehlen ihre eigenen Motorölsorten. Hierzu gehören zum Beispiel die Pkw-Marken Ford und BMW. Erkennbar ist dies an den Umverpackungen, die auch gleich die typischen Markenembleme und Farben tragen. Oftmals handelt es sich hierbei um hochwertige Markenöle bekannter Ölproduzenten, die mit diesen Fahrzeugherstellern einen Kooperationsvertrag geschlossen haben.

  • Volkswagen hat beispielsweise mit dem Ölhersteller Castrol einen Kooperationsvertrag geschlossen. Von daher sind diese Öle für die VW-Motoren problemlos nutzbar.
  • Mercedes Benz empfiehlt neben seinem Mercedes-Original-Motorenöl auch Mobil-1-Öl.
  • Aber auch die Kraftstoffhersteller wie ARAL, SHELL, Total, BP oder ESSO vertreiben an ihren Tankstellen und Shops hochwertiges Markenöl, welches entsprechend der Herstellervorgaben verwendet werden darf. Wie bei allen Ölprodukten sollten diese jedoch genau auf die Bedürfnisse des Motors abgestimmt sein.
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Die bekanntesten Motorenöl-Hersteller

Zu den großen Motoröl-Marken gehören beispielsweise Agip, Castrol, ELF, LiquiMoly, Valvoline, Havoline, Pento, Petronas, Gulf, Mol, Minerva, Morris oder Alpine. Viele Werkstätten nutzen diese Marken in Großgebinden, um hierüber bei Wartungsarbeiten einen Ölwechsel durchführen zu können. Vorsicht ist bei sogenannten Billigölen geboten, da diese mitunter nicht nur eine irreführende Etikettierung aufweisen, sondern in vielen Fällen auch eine falsche Herstellerfreigabe besitzen. Wird ein solches Produkt fälschlicherweise eingesetzt, kann es mitunter zu schweren Motorschäden führen.

Synthetiköl oder günstiges Mineralöl?

In heutiger Zeit benötigen meist nur noch ältere Fahrzeuge ausschließlich Mineralöl. Fast alle modernen Fahrzeuge sind für teil- oder vollsynthetische Öle zugelassen. Hierbei handelt es sich immer noch um einen bestimmten Anteil an Mineralöl. Jedoch sind diesen Ölen Additive beigefügt, um die Leistungsfähigkeit des Öls zu verbessern. Ein leistungsstarkes und zuverlässiges Motoröl erhält man nur durch eine ausgewogene Mischung der Additivkomponeten mit dem Grundöl.

In der Regel ist das Öl umso hochwertiger, je mehr Additive das Grundöl enthält. Vor dem Erwerb eines Motoröls sollten Kunden deshalb prüfen welche und wie viele Additive im Produkt stecken. Da die Anzahl der Additive sich sofort im Preis niederschlägt, kann man fast blind davon ausgehen, dass teure Öle gleichzeitig auch ausgewogene Öle sind. Dennoch – der Blick auf die Herstellerangaben sollte nicht fehlen.

Das günstige Mineralöl entsteht durch ein einfaches Destillations- und Raffinade-Verfahren aus Erdöl, deshalb sind solch Öle günstig. Das Herstellungsverfahren von Synthetikölen ist aufwändiger und wesentlich teurer. Diese bestehen aus einheitlichen Molekülen, die es im Rohöl nicht gibt. Synthetiköle besitzen von sich aus einen Mehrbereichsfaktor, so dass sich mit ihnen auch gleich der Viskositätsbereich verbessern lässt. Synthetiköle sind daher

  • wesentlich leistungsfähiger
  • und sorgen für bessere Kaltstartbedingungen,
  • verringern den Kraftstoffverbrauch,
  • versorgen die Schmierstellen schneller mit Öl
  • und halten insgesamt eine höhere Belastung aus.

Insbesondere der Schmierfilm reißt nicht so leicht wie beim reinen Mineralöl. Eine klare Kaufempfehlung kann deshalb für hochwertige Synthetiköle gelten, vorausgesetzt, dass das Fahrzeug dafür geeignet ist.