Anleitung zum richtigen Prüfen des Motorölstands

Für einen sicheren und einwandfreien Betrieb benötigt der Motor immer eine ausreichende Menge an Motoröl. Motoröl kann sich über einen längeren Zeitraum verbrauchen. Nicht immer muss es sich hierbei um Undichtigkeiten handeln. Insbesondere Vielfahrer verzeichnen in der Regel einen höheren Ölverbrauch. Dies ist aber ganz selbstverständlich, da bei jedem Verbrennungsvorgang etwas Öl verbrannt wird. Von daher ist eine regelmäßige Kontrolle des Ölstandes besonders wichtig. Nicht jeder weiß, wie er den Ölstand seines Fahrzeuges prüfen kann. Die nachfolgende Anleitung soll dabei weiterhelfen.

Die vorbereitenden Arbeiten

Für eine einfache Ölkontrolle wird lediglich ein saugfähiges Papier oder ein fusselfreies Tuch benötigt. Vor der Kontrolle das Fahrzeug warmfahren und auf einem ebenen Untergrund abstellen. Das Auto sollte objektiv gerade stehen, um die Messung nicht zu beeinflussen.

  • Nachdem der Motor abgestellt ist, den Wagen noch etwa fünf Minuten stehen lassen. Hierdurch kann das im Ölkreislauf zirkulierende Öl wieder in der Ölwanne zusammenlaufen.
  • Anschließend die Motorhaube entriegeln und aufstellen. Hierbei darf die Arretierungsstange für die Motorhaube nicht vergessen werden, um nicht die ganze Zeit die Haube mit der Hand festhalten zu müssen.

Der eigentliche Messvorgang

Der Ölmessstab oder Peilstab befindet sich in der Nähe des Öleinfüllstutzens. Er ist farblich gekennzeichnet. In den meisten Fahrzeugen ist der Ring des Peilstabes in Gelb gehalten. Je nach Modell kann sich der Messstab auch ziemlich tief im Motorraum befinden. Vorsicht vor heißen Motorteilen, da diese zu Verbrennungen führen können.

  • Nun den Peilstab vorsichtig herausziehen.
  • Das untere Ende des ziemlich langen Stabes mit einem Tuch oder Papier abwischen.
  • Anschließend wieder bis zum Anschlag in die vorgesehene Öffnung stecken. Bei einigen Fahrzeugmodellen kann sich der Stab beim Hineinschieben verkanten.
  • Dann den Ölmessstab wieder ganz herausziehen.
  • Am Peilstab befinden sich zwei Markierungen, die Minium- und Maximummarke. Der Ölfilm sollte genau zwischen den beiden Markierungen liegen.

Goldfarbenes Öl weist auf sauberes Motorenöl hin, welches vor kurzer Zeit gewechselt wurde. Schwarzes Öl steht für ein gebrauchtes und verschmutztes Öl. Hier wird in nächster Zeit ein erneuerter Ölwechsel erforderlich.

Keinesfalls sollte sich der Ölfilm unterhalb oder über den Markierungen befinden. Liegt der Ölfilm unterhalb der Minium-Marke, dann muss Motoröl nachgefüllt werden. An der Oberseite des Motors zu diesem Zweck den Einfüllverschluss aufdrehen. Vorsicht, Motorenöl ist auch bei warmgefahrenen Motor noch sehr heiß. Vorsichtig etwas Öl in die Einfüllöffnung füllen. Nach kurzer Wartezeit den Ölstand erneut messen. Verständlicherweise darf nur das für den Motor vorgesehene Öl nachgefüllt werden. Einen Hinweis findet der Fahrzeugbesitzer auf einem kleinen Pappanhänger im Motorraum. Dieser stammt von der Service-Werkstatt, die ihn dort nach dem letzten Wechsel hinterlassen hat. Andererseits hilft auch ein Blick in die Bedienungsanleitung.

Auf keinen Fall ein anderes Öl verwenden, da dies zu möglichen Motorschäden führt. Ist genug Motoröl aufgefüllt, den Verschluss des Stutzens wieder fest verschließen. Natürlich muss auch der Ölmessstab nach jedem Messvorgang bis zum Anschlag wieder in die Öffnung geschoben werden. Ebenso ist ein Überfüllen zu vermeiden, da dies ebenfalls zu Motorschäden führen kann. Es ist ratsam, sich dem passenden Ölstand langsam anzunähern. Verliert das Fahrzeug innerhalb kürzester Zeit zu viel Öl, liegt eventuell eine undichte Stelle vor. Hierzu den Boden unter dem Motorraum auf Öltropfen kontrollieren. Sollte zu viel Öl durch den Motor verbrennen, ist dies an einem bläulich schimmernden Auspuff zu erkennen. Hier kann die Werkstatt weiterhelfen.

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