Wofür steht die Abkürzung „SAE“?

SAE steht für „Vereinigung amerikanischer Autoingenieure“. Es werden die Fließeigenschaften (Viskosität) von Motorölen beurteilt. Es handelt sich um ein Institut, das Prüfungen durchführt und Normen für die jeweiligen Öle festlegt. Wie wir alle wissen, sind die Motoröle in unterschiedliche SAE-Klassen eingeteilt, z.B. 10W,15W,40,50 etc… Zur Viskosität kann man sagen, das

  • größere Zahlen= zähflüssiger,
  • kleinere Zahlen=dünnflüssiger.

Die erste Zahl, z.B. 5 oder 10, verdeutlicht, wie flüssig das Öl bei Kälte ist (W=Winter). Je kleiner der Wert, umso dünnflüssiger ist das Öl, d.h. es verteilt sich dementsprechend bei einem Kaltstart schneller und schützt ihn vor Verschleiß.

Die zweite Zahl, z.B. 40 oder 50, bezieht sich auf die Fließfähigkeit bei Hitze. Hier gilt, je niedriger, desto leichter läuft der Motor, jedoch umso höher dieser Wert ist, desto stärker ist der Schmierfilm belastbar.

Beispiele für Viskositäsklassen

SAE 5W40: hier ist die Fließfähigkeit bei Hitze leichter, jedoch der Schmierfilm nicht so belastbarSAE 5W50: hier ist die Fließfähigkeit bei Hitze schwieriger, jedoch der Schmierfilm belastbarer

Das 5W50 wird z.B. zur Erstbefüllung für den Mercedes McLaren SLR verwendet. Dieses rund 550.000€ teure Auto hat einen 626PS Hochleistungsmotor, der entsprechend Leistung entwickelt. Der Schmierfilm darf bei diesem Auto auch bei hoher Hitze auf gar keinen Fall abreißen. An dieser Stelle wäre ein 5W40 der Todesstoß für diesen Motor.